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Kunstrasen Empfehlung 

Kunstrasens Soundtrack zum Turnier: Im Osten geht die Sonne auf!

Rund ein Jahr haben Marabuh MC und Harmzinho an ihrem neuen Track gearbeitet - seit Ende Mai steht er online. Für den Song reisen sie im Herbst 2011 extra nach Warschau und Kiew. Hier drehen sie gemeinsam mit Thilo Saha auf eigene Faust erste Sequenzen für ihr Video: in den Stadien, vor den Stadien und natürlich in den Städten.

kunstrasen

Musikalisch ist diesmal wieder Produzent Öre Svensson aus Köln mit am Start, der den Beat baut. Im Februar nehmen die beiden Rasenkünstler den Song im Thurig Tonstudio Mainz auf, wo Bernd Thurig danach den Track mischt.

Währenddessen cruisen die Rapper nach Hamburg: hier drehen sie mit den Kollegen von Kruppo Filmproductions den zweiten Teil des Videos. Mit dabei: die Kasatschok-Tänzerinnen der Tanzbrücke Hamburg! Die gedrehten Bilder montiert Felix Meyer im Schnitt von - dann steht das Video!

Kunstrasen – eine Band mit Turniererfahrung

Kunstrasen ist ein Familienunternehmen: alle Beteiligten kommen aus dem eigenen Bekanntenkreis, investiert wird höchstens in die kalten Getränke beim Videodreh. Ohne teuren Marketing-Apparat will die Band die Kunst der Stunde nutzen.

Und die Maxime verfolgen die Rapper seit 2006. Zur WM im eigenen Land gründen Marabuh und Harmzinho die Band. An der Seite der Produzenten „Theorie und Praxis“ bastelten die beiden damaligen Studenten mit simplen Mitteln einen WM-Track, der sich über ihre Homepage wie ein Virus im Netz ausbreitete. Der Song „Das Fest der Feste“ – eigentlich nur fürs private Public Viewing im Garten komponiert – geht online mit mehreren Zehntausenden Downloads durch die Decke.

titel nummer vier cover vorne

Den zweiten Anlauf starten die gebürtigen Osnabrücker dann 2008. Mit „Titel Nummer Vier“ liefern sie über einen Beat vom Kölner Produzenten Faltmeister den Song zur EM in Österreich und der Schweiz. Für das Video reisen Marabuh MC und Harmzinho im Sommer 2007 extra in die beiden Gastgeberländer. Zwischen Basel, Zürich, Klagenfurt und Wien drehten die beiden Rapper sich gegenseitig für den Clip.

titel nummer vier cover hinten

Erst verbreitet sich der Song über Rundmails und Mundpropaganda, dann nimmt die Sache dank eines prominenten Fans eine nie erwartete Eigendynamik. Jürgen Klinsmann pusht Kunstrasen, die Band unterzeichnet einen Plattenvertrag und der „Titel Nummer Vier“ kratzt an den deutschen Singlecharts. Bereits geknüpfte Kontakte werden in diesen Tagen reanimiert und sorgen für Aufmerksamkeit in Gazetten, Radio-Stationen und TV-Shows. Die CD steht deutschlandweit im Handel und wird in den gängigen Internetportalen („Musicload“, „Itunes“, „Napster“) zum Verkauf angeboten.

Politik-Rap, gereimte Fernsehnachrichten und lila-weiße Liebe

kunstrasen

Um die Zeit ohne WM und EM zu überbrücken, widmen sich die Rapper nach dem Turnier 2008 in ihren Projekten anderen Themen. Im Herbst 2009 wagen sie einen Ausflug in die Politik: „Stimmenfunk“ heißt ihr Song zur Bundestagswahl, in dem auf ironische Art und Weise verschiedene Wählertypen aufs Korn genommen werden. „Nur wer sein Kreuz macht, gibt seine Meinung zum System“, so lautet der Wahlaufruf. Auch diesmal erreichen die Musiker dank Song und Video mediale Aufmerksamkeit.

kunstrasen

Seit Anfang 2010 geht Kunstrasen außerdem völlig neue Wege: für jede samstägliche Sendung der RTL2 News produzieren die beiden (angehenden) Journalisten den Wochenrapblick. Gerappte Nachrichten – das gab es bisher nicht im deutschen Fernsehen. Mit der festen Kolumne, in der sie in knapp zwei Minuten die Woche in Reimen zusammenfassen, können sie sich bald in der Sendung etablieren.

Eine Herzensangelegenheit ist für Kunstrasen im Frühjahr 2010 außerdem das VFL-Projekt: Pünktlich zum Aufstieg des VFL Osnabrück – der Club ist die große Liebe der beiden Rapper – komponiert Kunstrasen die offizielle Hymne um, gemeinsam mit Shott 42, der den Track produziert. Der Song findet auf der offiziellen VFL-CD seinen Platz, deren Reinerlös über das Hilfswerk Terres des hommes“ an Kinder aus Entwicklungsländer geht.


Löw-Parade 2010

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Mit ihrem Song „Löw-Parade“ liefern Marabuh MC und Harmzinho den Soundtrack für die Fußball-WM 2010 in Südafrika. Mit im Boot sitzen diesmal die Jungs von „Jon Donson“. Erdige Textpassagen im gewohnten Rap-Stil werden also mit instrumentaler Energie verbunden. Rap trifft Rock, für Kunstrasen ist das eine Premiere.

Und die entsteht so: im Frühjahr 2010 komponieren beide Bands erste Elemente und verschachteln sie wenig später. Mitte Mai nehmen sie dann den Song gemeinsam im 141-Studio in Hamburg auf.

Feinfühlig wird das kollektive Grosso-Trauma aus der 118. Minute aufgearbeitet, nostalgisch an die WM im eigenen Land erinnert und euphorisch der Titel von Jogis Jungs gefordert – trotz der Verletzung des Capitanos. 3,2,1, so heißt das Leitmotiv der „Löw-Parade“: wer 2006 Dritter wird und 2008 Zweiter, kann 2010 nur Erster werden!


Rap plus Fußball, also Kunst plus Rasen - und das von Herzen

Der Unterschied zu anderen Poppern oder frisch gecasteten Schnulli-Bands liegt bei Kunstrasen in der unbändigen Liebe zum Fußball, die alle Teile des Teams antreibt. Ziel ist also nicht, auf einen Euphoriezug aufzuspringen, von dem gehofft wird, er bringe finanzielle Unabhängigkeit. Kunstrasen will kein Geld verdienen, sondern eine Botschaft unterbringen. Denn drei Strophen transportieren nachweislich mehr Inhalt als gegrölte Refrains.